Stempelkarte-Vorlage: Was draufgehört, mit Text zum Kopieren
Aktualisiert am 29. Oktober 2026
Wer nach einer Stempelkarte-Vorlage sucht, will meistens schnell eine Karte für den eigenen Laden drucken. Bevor du ein Design auswählst, lohnt sich ein Blick auf den Inhalt: Eine hübsche Karte mit unklarer Prämie oder zu vielen Stempeln landet trotzdem in der Schublade.
Hier bekommst du deshalb keine Datei zum Herunterladen, sondern das, was in jede Vorlage gehört: die Bestandteile, Faustwerte für die Stempelanzahl, Formulierungen für Prämie und Bedingungen und eine Textvorlage, die du in jedes Grafikprogramm übernehmen oder deiner Druckerei geben kannst.
Was gehört auf eine Stempelkarte?
Auf eine Stempelkarte gehören sechs Dinge. Fehlt eines davon, gibt es später Rückfragen an der Theke oder Streit beim Einlösen.
- Name und Logo: Damit der Gast die Karte im Portemonnaie wiederfindet und weiß, wo sie gilt.
- Die Prämie: Konkret und gleich oben, zum Beispiel „Der 10. Kaffee geht auf uns“. Das ist der wichtigste Satz der Karte.
- Die Stempelfelder: So viele, wie zu deinem Besuchsrhythmus passen, das letzte Feld gern hervorgehoben.
- Kurze Bedingungen: Wofür es einen Stempel gibt und was nicht gilt, in ein bis drei Sätzen.
- Die Gültigkeit: Ob und wann die Karte oder die Prämie verfällt.
- Kontakt: Adresse, Öffnungszeiten und Website oder Social-Media-Name.
Wie viele Stempel passen zu welcher Branche?
Die richtige Stempelanzahl ergibt sich aus der Zeit, die ein Stammgast bis zur Prämie braucht. Eine einfache Rechnung hilft: Stempelanzahl mal üblicher Abstand zwischen zwei Besuchen ergibt die Wartezeit bis zur Prämie. Liegt die zu weit in der Zukunft, verliert die Karte ihren Reiz.
| Branche | Angenommener Besuchsabstand | Stempel | Zeit bis zur Prämie |
|---|---|---|---|
| Café | zweimal pro Woche | 10 | rund 5 Wochen |
| Bäckerei | dreimal pro Woche | 10 | rund 3 bis 4 Wochen |
| Imbiss | einmal pro Woche | 8 bis 10 | rund 2 Monate |
| Restaurant | alle 3 Wochen | 6 | rund 4 Monate |
| Waschanlage | alle 3 Wochen | 6 | rund 4 Monate |
| Friseur | alle 6 Wochen | 5 | rund 7 Monate |
Die Besuchsabstände in der Tabelle sind Annahmen für einen typischen Stammgast, keine Messwerte, und die Stempelzahlen sind Beispiele dafür. Setz deine eigenen Zahlen ein: Wie oft kommen deine besten Gäste wirklich? Bei seltenen Besuchen wie beim Friseur lohnt sich eine kürzere Karte mit einer etwas größeren Prämie. Branchenbeispiele findest du in den Ratgebern für das Café, die Bäckerei und den Friseur.
Wenn du unsicher bist, nimm lieber einen Stempel weniger. Eine Prämie, die erreichbar wirkt, motiviert mehr als eine großzügige, die gefühlt nie kommt.
Prämientext: Formulierungen, die funktionieren
Ein guter Prämientext ist kurz, konkret und sagt, was der Gast bekommt. Vermeide vage Begriffe wie „eine Überraschung“ oder „ein Rabatt“, die Gäste sich nicht vorstellen können.
- Café: „Dein 10. Kaffee geht auf uns“ oder „Ein Heißgetränk deiner Wahl gratis“.
- Bäckerei: „Ein Stück Kuchen nach Wahl gratis“ oder „Dein 10. Brötchen-Einkauf: zwei Brötchen geschenkt“.
- Imbiss: „Der nächste Döner geht aufs Haus“.
- Restaurant: „Ein Dessert für dich und deine Begleitung“.
- Friseur: „Pflegebehandlung zum nächsten Schnitt gratis“.
- Waschanlage: „Eine Wäsche im Basis-Programm gratis“.
Weniger gut funktionieren Prozent-Rabatte wie „10 % auf den nächsten Einkauf“. Sie klingen kleiner, als sie sind, und an der Kasse muss jemand rechnen. Ein Produkt, das man sich vorstellen kann, wirkt stärker. Mehr Ideen, welche Prämie zu welchem Betrieb passt, findest du im Ratgeber zum Bonusprogramm für kleine Unternehmen.
Bedingungen und Gültigkeit: kurz und fair formulieren
Bedingungen sollen Missverständnisse verhindern, nicht abschrecken. Zwei bis drei kurze Sätze reichen fast immer.
- „Ein Stempel pro Besuch“ oder „Ein Stempel pro Heißgetränk“.
- „Ein Stempel pro Termin ab einem Haarschnitt.“
- „Die Prämie wird nicht bar ausgezahlt.“
- „Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.“
- „Gültig in allen unseren Filialen.“
- „Die Prämie ist drei Monate nach dem letzten Stempel einlösbar.“
Ob du überhaupt eine Gültigkeit angibst, ist deine Entscheidung. Ohne Ablaufdatum ist die Karte freundlicher, mit Ablaufdatum hast du einen Anlass, Gäste an die Prämie zu erinnern. Wenn du rechtlich unsicher bist, etwa bei längeren Fristen oder Gutscheinen, lass die Formulierung kurz prüfen.
Stempelkarte-Vorlage zum Kopieren
Diese Textvorlage kannst du direkt übernehmen. Ersetze die Angaben in eckigen Klammern durch deine eigenen, die rechte Spalte zeigt ein Beispiel.
| Feld | Vorlage | Beispiel |
|---|---|---|
| Kopfzeile | [Name deines Betriebs] + Logo | Café Morgenrot |
| Kartentitel | [Stempelkarte / Treuekarte / Kaffeekarte] | Deine Kaffeekarte |
| Prämie | Nach [Zahl] Stempeln: [Prämie] gratis | Nach 10 Stempeln: ein Heißgetränk deiner Wahl gratis |
| Stempelfelder | [Zahl] Felder, das letzte hervorgehoben | 10 Felder, im letzten eine Tasse |
| Bedingungen | Ein Stempel pro [Besuch / Einkauf / Termin]. Keine Barauszahlung. | Ein Stempel pro Heißgetränk. Keine Barauszahlung. |
| Gültigkeit | [Prämie einlösbar bis … / unbegrenzt gültig] | Unbegrenzt gültig |
| Kontakt | [Adresse] · [Öffnungszeiten] · [Website oder Social-Media-Name] | Hauptstraße 1 · Mo–Sa 7–18 Uhr |
| Rückseite (optional) | Feld für den Namen des Gastes | Name: ________ |
Gestaltung: So bleibt die Karte lesbar und stempelbar
Das Design entscheidet, ob die Karte im Portemonnaie bleibt und ob der Stempel gut darauf hält. Diese Punkte haben sich bewährt:
- Format: Visitenkartengröße (85 × 55 mm) passt in jedes Kartenfach.
- Stempelfelder groß genug: Mindestens so groß wie dein Stempel, mit etwas Abstand dazwischen.
- Matte Stempelseite: Auf glänzend beschichtetem Papier verschmiert Stempelfarbe leicht. Lass die Seite mit den Feldern matt oder unbeschichtet.
- Kräftiges Papier: Dünne Karten knicken schnell und sehen nach ein paar Wochen abgegriffen aus.
- Prämie zuerst: Der Prämientext ist das Erste, was man liest, Logo und Kontakt dürfen kleiner sein.
- Wenig Schriften und Farben: Eine Schrift, zwei bis drei Farben aus deinem Logo. Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund beachten.
- Letztes Feld hervorheben: Zum Beispiel mit einem Symbol für die Prämie. Das zeigt auf einen Blick, worauf man hinarbeitet.
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Kostenlos testenDie digitale Alternative: dieselben Entscheidungen, ohne Druckerei
Eine digitale Stempelkarte in Apple Wallet oder Google Wallet braucht genau dieselben Entscheidungen wie die Papierkarte: Name, Prämie, Stempelanzahl, Bedingungen und Gültigkeit. Nur entfallen Druck, Papierwahl und Stempelfarbe, und Änderungen erscheinen auf allen Karten, ohne dass du neu drucken musst.
So sieht das zum Beispiel bei Stempelkarl aus:
- Kartenname und Prämie: Der Prämientext darf höchstens 40 Zeichen lang sein, das zwingt zu einer klaren Formulierung wie oben.
- Stempelanzahl: frei wählbar zwischen 1 und 30. Je Branche schlägt der Kartendesigner einen Startwert vor, etwa 10 fürs Café und 8 für den Friseur. Das ist ein Ausgangspunkt, den du an den Rhythmus deiner Gäste anpasst, so wie in der Tabelle oben.
- Bedingungen: bis zu 500 Zeichen auf der Rückseite der Karte.
- Gültigkeit der Prämie: unbegrenzt oder 30, 90 oder 365 Tage, nachdem sie freigeschaltet wurde.
- Design: Hintergrund-, Akzent- und Schriftfarbe, dein Logo und als Stempel eines von vielen Symbolen oder dein eigenes Logo.
- Sprachen: Texte auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch; der Gast sieht die Sprache seines Handys.
Dazu kommt, was Papier nicht kann: Die Karte erinnert Gäste mit deren Einwilligung daran, dass die Prämie wartet oder bald abläuft, und du siehst, wer zu deinen Stammgästen gehört. Wie die digitale Stempelkarte im Alltag funktioniert, erklärt der Ratgeber zur digitalen Stempelkarte. Ausprobieren kannst du es 30 Tage kostenlos: Karte gestalten. Die Konditionen danach stehen bei den Preisen.
Häufige Fragen
Wo bekomme ich eine kostenlose Stempelkarte-Vorlage?
Viele Grafikprogramme und Online-Druckereien bieten Designvorlagen im Visitenkartenformat an. Wichtiger als das Design ist der Inhalt: Prämie, Stempelanzahl, Bedingungen, Gültigkeit und Kontakt. Die Textvorlage in diesem Ratgeber kannst du in jede dieser Vorlagen übernehmen.
Wie viele Stempel sollte eine Stempelkarte haben?
Rechne mit Stempelanzahl mal Besuchsabstand: So lange braucht ein Stammgast bis zur Prämie. In Café und Bäckerei sind acht bis zehn Stempel üblich, bei seltenen Besuchen wie beim Friseur eher fünf bis acht. Lieber etwas weniger Stempel, damit die Prämie erreichbar wirkt.
Muss eine Stempelkarte ein Ablaufdatum haben?
Nein, das ist deine Entscheidung. Ohne Ablaufdatum ist die Karte gastfreundlicher, mit einer Frist für die Prämie hast du einen Anlass zur Erinnerung. Schreib die Regel in jedem Fall gut lesbar auf die Karte.
Kann ich meine Papier-Stempelkarte digital weiterführen?
Ja. Du übernimmst Stempelanzahl, Prämie und Bedingungen in die digitale Karte und schreibst umsteigenden Gästen ihre bisherigen Stempel gut. Papier kann für Gäste ohne Smartphone parallel weiterlaufen. Wie der Umstieg Schritt für Schritt klappt, steht im Ratgeber zur digitalen Stempelkarte.